Neugründung oder übernehmen – abgeben oder schließen? Unternehmensnachfolge verlangt Mut und Innovationskraft

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Aus der Garage an die Börse, diese Story haben viele vor Augen, wenn es um Existenzgründung geht. Aber das ist eine verengte Sicht, denn es gibt viele Wege zum eigenen Unternehmen. Ein wesentlicher davon, gerade in der alternden deutschen Gesellschaft, ist die Unternehmensnachfolge. Jährlich steht die Frage, wer das Unternehmen übernimmt, wenn die aktuellen Inhaber sich zur Ruhe setzen wollen, bei mehreren 10.000 Unternehmen in Deutschland an, eine halbe Million Arbeitsplätze sind davon laut dem Hessischen Wirtschaftsministerium betroffen. In unserem Bundesland sind es zwischen 2014 und 2018 rund 10.600 Unternehmen mit rund 154.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wird keine Lösung der Nachfolgeproblematik gefunden, kann das zur Geschäftsaufgabe samt Arbeitsplatzabbau führen.

Die Nachfolge-Situation hat ganz besondere Voraussetzungen und verlangt darum nach ebenso viel Mut und Innovation wie die Neugründung. Zwar gibt es bei der Übernahme eines bestehenden Unternehmens bereits Produkte, Kunden, Mitarbeiter, Erfahrungswerte, aber dafür deutlich weniger Gestaltungsspielraum als bei einer Neugründung und mindestens so viele regulatorische Stolpersteine. Es ist also keineswegs ein gemachtes Nest, in das sich Gründer als Nachfolger – die nicht zwingend aus der Familie kommen müssen – setzen.

Wie Lösungen aussehen können, darüber informierten Experten bei einer Veranstaltung im Rahmen der Hessischen Gründertage rund 60 Besucherinnen und Besucher. Was muss man beachten, will man ein bestehendes Unternehmen übernehmen? Wie finde und beurteile ich einen möglichen Nachfolger und wie gestalte ich die Firmenübergabe optimal? Fragen wie diese wurden am Donnerstag, 28. September 2017, auf der Veranstaltung „Neugründung oder übernehmen – abgeben oder schließen?“ im Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt beantwortet. Gründer wie Unternehmer erfuhren dort am praktischen Beispiel, wie eine Übergabe ablaufen kann. Workshops informierten über „Fördermittel und Finanzierung“, „Steuern, Recht und Betriebswirtschaft“ sowie „Starke Partner – Wer hilft wem?“ Diskutiert wurde über „Alternative Lösungsansätze für Unternehmensnachfolge“. Und ausreichend Zeit für das Netzwerken blieb am Abend auch noch.

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Pressemitteilung "Neugründung oder übernehmen – abgeben oder schließen? Unternehmensnachfolge verlangt Mut und Innovationskraft" | PDF | ca. 0,3MB