PRODUCTIONARY GmbH
Frankfurt am Main
productionary.ai
Innovative Geschäftsidee
Productionary: Echtzeit-Software bringt Transparenz in die Produktion von Mittelständlern
Die PRODUCTIONARY GmbH aus Frankfurt entwickelt und vertreibt Produktionssoftware für kleine und mittlere Unternehmen und tritt beim Hessischen Gründerpreis 2026 in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ an. Gegründet wurde das Unternehmen von Benedikt Ebner und Dr. Nils Keller. Den Anstoß lieferte eine wiederkehrende Beobachtung aus dem Industrieumfeld: Digitalisierung ist für mittelständische Fertiger oft zu teuer und zu komplex, statt im Alltag wirklich zu helfen. Nach Gesprächen direkt am Shopfloor entstand der Plan, eine intuitive Lösung zu bauen.
Das Produkt Holothread plant Aufträge und Arbeitsschritte ähnlich wie ein Navigationssystem: Es zeigt die beste Reihenfolge, warnt vor Engpässen und schlägt Alternativen vor. Mitarbeitende melden Status, Verzögerungen oder Defekte per App oder Scan, sodass alle Beteiligten Updates in Echtzeit sehen. Die Steuerung am Shopfloor erfolgt in dreidimensionaler Echtzeit-Darstellung, und das System ist in wenigen Wochen einsatzbereit, ohne großes IT-Projekt und ohne Maschinenanbindung. Die so entstehende Datenbasis ermöglicht Optimierungen mit künstlicher Intelligenz in Planung und Ressourceneinsatz und entlastet die Beschäftigten. Zielgruppe sind Industrie-Mittelständler mit Engpässen, Kostendruck und Digitalisierungsbedarf in der Produktion.
Es gibt zahlende Pilotkunden und erste Mittelstandskunden, das Produkt läuft stabil und wird täglich genutzt. Aus drei zahlenden Piloten sind feste Kunden geworden. Das Unternehmen wird über das ESA Business Incubation Centre Germany und Hessen sowie über das push!-Programm gefördert und bereitet seine erste Investmentrunde vor. Das Team besteht aus den beiden Gründern und mehreren weiteren Mitarbeitenden.
Für die nächsten drei Jahre planen Benedikt Ebner und Dr. Nils Keller mit 30 bis 40 Kunden im deutschsprachigen Raum und ein Team von etwa zehn Mitarbeitenden in Frankfurt am Main. Geplant sind weiterhin ein Release 1.0 sowie KI-Module, die Planung und Ressourceneinsatz verbessern und das bei standardisierten Rollouts ohne aufwendige IT-Projekte.