OptiMigration i.Gr.
Darmstadt
optimigration.com
Gründung aus der Hochschule
OptiMigration: KI beschleunigt Anerkennung und Aufenthalt für Fachkräfte
OptiMigration aus Darmstadt entwickelt eine KI-Plattform, die die Berufsanerkennung und die Aufenthaltstitel für internationale Fachkräfte automatisiert. Gegründet wird das Unternehmen von Gustavo Campa Valenzuela, Sushmitha Chandirasegaran und Pragya Bajpai. Beim Hessischen Gründerpreis 2026 tritt OptiMigration in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ an, denn es ist eine Ausgründung aus den Masterprogrammen der TU Darmstadt. Den Ausgangspunkt bildet ein gravierendes Problem: Wer als Fachkraft nach Deutschland kommt, durchläuft langwierige Verfahren mit langen Wartezeiten und einer Vielzahl von Formularen, während Verwaltung und Unternehmen gleichzeitig stark belastet sind.
Eine modulare KI-Engine prüft Dokumente, Apostillen und Berufsqualifikationen über mehrere Länder und Berufe hinweg. Antragsteller, Personalvermittler, Arbeitgeber und Behörden arbeiten dabei auf einer gemeinsamen Datenbasis, sodass aus einem zersplitterten Prozess ein durchgängiger, automatisierter Ablauf wird. Die Bearbeitungszeit je Vorgang sinkt deutlich, und Unternehmen sparen Kanzleikosten in Höhe von 1.500 bis 3.000 Euro pro Fall. Mit jedem bearbeiteten Vorgang wächst ein Datenbestand, der die KI weiter verbessert. Angesprochen sind Recruiter, Konzern-Mobility, Kanzleien, Behörden, Industrie- und Handelskammern sowie Hochschulen.
OptiMigration hat einen Pilotvertrag mit dem Unternehmen carenapi aus dem Bereich der Pflege in Lateinamerika geschlossen; das Roll-out ist in 2026 vorgesehen. Das Unternehmen wird über das EXIST-Gründungsstipendium und das Hessen-Ideen-Stipendium gefördert und nahm am IGNITION-Inkubator von Hessian.AI sowie am FUTURY-Inkubator teil. Beim Ideenwettbewerb der TU Darmstadt erreichte das Team 2023 das Finale. Über das Vorhaben berichtete der Hessische Rundfunk in einem Fernsehbeitrag und in einem Radio-Feature. Begleitet wird das Team unter anderem von Prof. Dr. Peter Buxmann sowie von HIGHEST und dem Dezernat Internationales der TU Darmstadt.
Für die nächsten Jahre plant OptiMigration die Gründung einer GmbH und den Ausbau des Geschäfts im DACH-Raum, beginnend in der Pflege und anschließend in den Bereichen Ingenieurwesen und IT, später folgt der Eintritt in weitere europäische Kernländer. Hessen soll dabei der Hauptsitz bleiben. Ziel der KI-gestützten Lösung für die Einwanderungsprozesse in Deutschland ist es, die Bearbeitungszeiten um bis zu 80 Prozent zu verkürzen, datenschutzkonform und in Deutschland entwickelt.