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Fablon i.Gr. in Darmstadt
Firma / Bewerbung

Fablon i.Gr.

Ort

Darmstadt

Homepage

fablon.de

Kategorie
Gründung aus der Hochschule

Fablon: Modulare Bioprinting-Plattform für die industrielle Produktion

Michael Schaberger, Robin Maatz, Prof. Andreas Bläser und Prof. Thomas Herget von Fablon i.Gr. in Darmstadt
Produktionsbeispiel von Fablon i.Gr. in Darmstadt

Fablon ist ein Technologieunternehmen in Gründung aus Darmstadt, das eine modulare Infrastruktur für das Bioprinting entwickelt. Gegründet wird es von Michael Schaberger, Robin Maatz, Prof. Andreas Bläser und Prof. Thomas Herget. Beim Hessischen Gründerpreis 2026 tritt Fablon in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ an, denn das Vorhaben ist am Institut für BioMedizinische Drucktechnologie in Darmstadt entstanden. Das adressierte Problem: Viele Vorhaben in der Biotechnologie scheitern nicht an der Wissenschaft, sondern an der industriellen Skalierbarkeit und an hohen Produktionskosten, also an der Lücke zwischen Laborerfolg und Serienfertigung.

Beim Bioprinting werden biologische Materialien gezielt schichtweise aufgebaut, ähnlich dem 3D-Druck. Fablon entwickelt dafür eine modulare Plattform, die komplexe biologische Prozesse reproduzierbar und in großer Stückzahl in die Produktion überführt. Die Plattform lässt sich durch das Hinzufügen weiterer Einheiten erweitern, kann direkt beim Kunden vor Ort betrieben werden und ist auf bestehende Arbeitsabläufe abgestimmt. Zum Angebot gehören neben den Produktionseinheiten auch Tests und Pilotanwendungen sowie Beratung, Prozessunterstützung und die Lieferung wichtiger Materialien. Zunächst steht die Herstellung von kultiviertem Fleisch (Cultured Meat) im Mittelpunkt, später sollen weitere Felder wie medizinisches Gewebe, etwa bioprintete Haut, folgen. Angesprochen sind Biotech- und Food-Tech-Unternehmen mit Bedarf an skalierbarer Produktion.

Fablon befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase und konzentriert sich auf die Technologievalidierung und Pilotanwendungen mit ausgewählten Partnern. Der Technologieansatz ist validiert, eine maßgeschneiderte Maschinenplattform wird entwickelt, und erste Industriegespräche im Bereich kultiviertes Fleisch laufen. Das Team bringt langjährige Erfahrung in Bioprozessen und Skalierung mit. Die zugrunde liegende Forschung wurde unter anderem 2020 mit dem Merck Research Grant für Bioreaktor-Designs ausgezeichnet, und mehrere wissenschaftliche Arbeiten zu Bioprozessen und kultiviertem Fleisch wurden veröffentlicht.

Für die nächsten drei Jahre will Fablon eine etablierte Produktionsplattform für kultiviertes Fleisch mit ersten industriellen Referenzkunden aufbauen und in weitere Anwendungsbereiche wie künstliche Haut expandieren. Ergänzend sind Servicemodule rund um Verbrauchsmaterialien und Produktion als Dienstleistung geplant. Die Vision ist eine dezentrale Bio-Fertigung, die Produktion modularer, zugänglicher und anpassbarer macht. Als Anwendungsfelder sollen kultiviertes Fleisch, möglicherweise kultiviertes Leder sowie bioprintete Haut für medizinische Zwecke im Fokus stehen.